Ordnugsgemäß folgt alles seinem Laufe - BG 3:26 (alle)

Devino M., Mittwoch, 02. August 2017, 00:38 (vor 202 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 3:26

Yogananda:
Unter keinen Umständen sollten die Weisen das Verständnis unwissender Personen, die an ihren Tätigkeiten hängen, verwirren. Stattdessen sollte der Erleuchtete durch seine gewissenhafte Tätigkeit in den Unwissenden den Wunsch erwecken, immer rechtschaffen zu handeln.

Prabhupada:
Ein Weiser sollte den Geist der Unwissenden, die an den fruchttragenden Ergebnissen ihrer vorgeschriebenen Pflichten haften, nicht verwirren. Er sollte sie nicht dazu bewegen, mit ihrer Arbeit aufzuhören; vielmehr sollte er im Geist der Hingabe handeln und sie mit verschiedenen Tätigkeiten beschäftigen [so dass sie allmählich Krishna-Bewusstsein entwickeln].

Reclam:
Der Wissende verwirre nicht
Den Sinn dess', der am Handeln hängt,
Er heiße ihre Werke gut
Und handle still in mich versenkt.

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Die Summe dessen, was einem jeden in seiner Einzigartigkeit inne ist, wird ihn zu diesem oder jenem antreiben und anregen. Ein jeder ist auch für die Summe dessen, was in ihm ist tätig. Ob er es will oder nicht, es wird kaum auszumachen sein, wann es was im einzelnen ist. Auf die eine oder andere Weise wird sich dieses schon noch bemerkbar machen und sich bis zu einem gewissen Grad durchsetzen, was bedient gehört.

Jedenfalls wird man sich dem wohl auf Dauer nicht widersetzen können. Allerdings auch schon dadurch nicht, weil es ohnehin inhärent auftritt und nicht offensichtlich von außen kommend. In der Weise wird ohnehin also ein jeder dieses für sich selbst halten.

Somit stößt alles Rationale auch hier bereits an seine Grenzen, weil es nunmal nicht alles rational sich verhält. Denn soweit einer das bedient, was in ihm steckt, und man sieht dieses nicht ein, dann wird es kein geordnetes Bild abgegeben. Allerdings braucht man es auch nicht, und braucht auch nicht alles mit sich zu vergleichen. Einfach weil es kaum zu etwas führen wird!

In dem Ausmaß wie alles in jedem steckt und wie alles zusammenhängen mag, ist wohl jeder hinreichend ein Wunder an sich und für sich selbst.

Ein weiteres Wunder ist, wie alles zusammenfindet. Denn es könnte alles ja auch weit zusammenhangloser im Raume schweben. Doch hat alles bereits eine gewisse Ordnung, nach der sich ein Zusammenhang immer wieder findet und ergibt.

Es braucht also keiner grundlegend verändert werden oder nach etwas ausgerichtet oder angepasst. Es folgt bereits alles seinen Gesetzen, genau denen, zu denen und in welcher Weise es zu diesen gehört.


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