Wie erinnert man sich an den Himmel? - KiW 13:7:17 (alle)

Devino M., Sonntag, 03. September 2017, 01:09 (vor 263 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 13:7:17

Den Lobgesang der Erlösung können wir nicht alleine singen. Meine Aufgabe ist nicht vollendet, solange ich nicht jede Stimme erhoben habe mit der meinen. Und doch ist sie nicht meine, denn so wie sie meine Gabe an dich ist, so war sie die Gabe des Vaters an mich und wurde mir durch Seinen Geist gegeben. Ihr Klang wird den Kummer aus dem Geist von Gottes Allerheiligstem Sohn verbannen, wo er nicht weilen kann. Heilung ist in der Zeit vonnöten, denn die Freude kann ihre ewige Herrschaft nicht erreichten, wo der Kummer wohnt. Du wohnt nicht hier, sondern in der Ewigkeit. Du reist nur in Träumen, während du in Sicherheit zu Hause weilst. Danke jedem Teil von dir, den du gelehrt hast, sich deiner zu erinnern. So sagt der Gottessohn seinem Vater für seine Reinheit Dank.
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Was würde man wohl noch schnell mitnehmen wollen, wenn man nur kurze Augenblicke Zeit dafür hätte (z.B. weil das Haus abbrennt). Oder wenn es einem lediglich kurz erlaubt wäre eine Handvoll der Dinge mitzunehmen, die einem wertvoll sind, ehe man nicht mehr zurück kehren könnte?

Meist würde man sich wohl auf irgendwelche wichtigen Papiere und Dokumente, besondere Wertsachen, oder spezielle Andenken, besinnen. Doch was, wenn man aus dieser Welt scheiden würde, entweder durchs Ableben oder sei es eine Reise in eine andere Welt, wo man überhaupt nichts von diesem dann brauchen könnte oder es sich gar nicht dorthin mitnehmen ließe?

Also bliebe einem nur noch das, was man mit in sich trägt und daher und dadurch mitnehmen kann. Doch was, wenn man selbst davon das abzulegen hätte, was an eine Art oder Form körperbezogener Konstitution hinge und dadurch gegeben wäre? Also selbst wenn man einen ausgezeichneten Verstand oder gut ausgeprägte Sinne hätte, für wie schlau man sich also hielte, spielte auch dann keine Rolle mehr.

Also bliebe nur das, was eindeutig und tiefergehend verinnerlicht ist, und wie weit die Erinnerung ans Erlernte reicht. Vielleicht nicht die Einzelheiten, die dann auch unwesentlich wären, sondern der Kern der Erfahrungssubstanz wäre, was dann bliebe. Damit hätte man wohl einen der wesentlicheren Schätze umkreist, welcher sich mitnehmen ließe.

Wie erinnert man sich an den Himmel? Denn wie die Erinnerung, die man an diese Welt in sich trägt, so ähnlich verhält es sich dann doch auch umgekehrt. Wie es um alle Erfahrung dieser Welt steht, so doch auch um das, und sei es nur als Erfahrungssubstanz, was mit dem Himmel in Verbindung stünde?

Wenn die einzige Distanz, der Zauber eines Traumes ist, dann ist es keine eigentliche Entfernung. Was aber entscheidender ist, ist wohl die Essenz, worin es liegt. Auch vielleicht, wie weit es davon abhängig ist, was darin alles einbezogen ist, oder was vorausgesetzt einbezogen sein muss auf der eigenen Seite, um die Summe dessen zu bilden, was die Substanz der Erinnerung vollständig macht. Denn das wäre der Schlüssel zur Erinnerung an den Himmel!


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