Herr des Opfers im Leib aller Körperträger - BG 8:4 (alle)

Devino M., Freitag, 15. September 2017, 01:53 (vor 158 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 8:4

Yogananda:
O Höchster der Verkörperten (Arjuna)! Adhibhuta ist die Grundlage des körperlichen Daseins; Adhidaiva ist die Grundlage des astralen Daseins; Und Ich, der Geist innerhalb des Körpers und des Kosmos, bin Adhiyajna (der Ursprung, der Große Opfernde, der Schöpfer von allem und der Allwissende).

Prabhupada:
O bestes der verkörperten Lebewesen, die materielle Natur, die sich ständig wandelt, wird adhibhuta [die materielle Manifestation] genannt. Die universale Form des Herrn, die alle Halbgötter, wie die Sonne und des Mondes, umfasst, wird adhidaiva genannt. Und Ich, der Höchste Herr, der Ich im Herzen aller verkörperten Lebewesen als Überseele gegenwärtig bin, werde adhiyajna [der Herr des Opfers] genannt.

Reclam:
"Geworden" ist, was stets vergeht,
Das "Göttliche" der höchste Geist,
Und "Opfer" man mich in dem Leib
Von allen Körperträgern heißt

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Es heißt sinngemäß auch, ohne ein Opfer, gäbe es keine bessere Welt und kein besseres Dasein. Das stimmt wohl, denn nur ein Nehmen ohne Geben, würde auf lange Sicht wohl ein Ende jeder allgemeinen Sache bedeuten.

Bedarf dies überhaupt noch weitgefasster Erklärungen? Das größte Opfer bringt der Höchste Herr immer, denn er hält letztlich für alles hin. So wie ein Planetarer Logos für alles hinhält, was durch ihn ins Dasein kommt. So wie auch Christus Jesus zu seinen Jüngern sprach, dass der, der der Größte unter ihnen sein wolle, der größte Diener sein solle.

Das ergibt in einem sehr wörtlichen Sinne auch den nachvollziehbarsten und größten Sinn. Der, der am meisten hingibt oder hinhält, oder wie auch immer das Erbrachte gestaltet sein mag, diesem gebührt der wesentlichste Anteil daher auch.

Es ergibt sich allein von der Sachlage her. Nicht ohne Grund heißt es daher von Sanat Kumara, er sei der eine, der das große Opfer erbringt auf lange Zeiten hin gesehen.

Man kann sagen, nicht nur dass alles Wirkliche existiert (und das Unwirkliche nicht existiert), auch ist alles Wesenhafte nie umsonst. Denn alles was ein Plus und einen Mehrwert erzeugt in irgend einer Weise, ist mehr geworden, als es ohne dem gewissen ist, geworden ist oder hätte sein können.

Und sowie durch ein größeres Einbringen (Opfer) etwas zunächst gegeben wird, so ist durch alles was daraus dazu gewonnen wird, auch das, was das Wachstum auf einer Inhärenten Seite von allem Daseienden bildet, und sei es nur in einer Art Lern- und Verwirklichungsprozess, ohne dass sich dieses selbst in einer veräußerten Form je zeigen wird.


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