Entscheidungsmomente- und Gelegenheiten - KiW 17:5:5 (alle)

Devino M., Sonntag, 26. November 2017, 01:53 (vor 182 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 17:5:5

Es wäre nicht freundlicher, das Ziel langsamer zu ändern, denn dann würde der Kontrast verschleiert, und dem Ego würde Zeit gegeben, jeden langsamen Schritt nach seinem Gutdünken umzudeuten. Nur ein radikaler Wechsel des Zweckes der Beziehung kann einen vollständigen Geisteswandel darüber herbeiführen, wozu die ganze Beziehung da ist. Während diese Veränderung sich entwickelt und schließlich vollendet wird, gestaltet die Beziehung sich zunehmend wohltuend und froh. Aber am Anfang wird die Situation als sehr prekär erlebt. Eine Beziehung, die von zwei Menschen um ihrer unheiligen Zwecke willen eingegangen worden ist, hat plötzlich Heiligkeit zum Ziel. Wenn diese beiden ihre Beziehung vom Gesichtspunkt dieses neuen Zieles aus betrachten, ist es unvermeidlich, dass sie entsetzt sind. Ihre Wahrnehmung der Beziehung mag sogar ziemlich desorganisiert werden. Und doch dient die bisherige Organisation ihrer Wahrnehmung dem Zweck nicht mehr, den zu erfüllen sie übereingekommen sind.
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Bei wohl jeder größeren oder manch kleineren Einweihung entscheidet man sich, wenn auch nur vom höheren Geistigen her, was man mitnimmt und was nicht. Und so kommt man zu gewissen Entscheidungsmomenten, wo man einen Wechsel vollzieht und etwas weiter mitnimmt um es weiter zu entwickeln oder etwas zurücklässt.

Je schneller der Wechsel vollzogen wird, umso weniger werden schlechte Neigungen und Gewohnheiten noch eine Rolle spielen und Raum finden, um auf neuem Grund wieder zu keimen.

Es bringt auch nichts, bei dem was unvermeidbar feststünde zögerlich zu sein. Ein radikaler Wandel und eine Wende mit festem Entschluss vermeidet am besten unnötige Rückfälle alsdann.

Das was bleibt, weiß man und es ist einem vertraut, was nicht bleibt, weiß man nicht mehr, außer in der Weise wie es früher anders war und doch wird man nicht sagen können, woran es dann liegt. Man wird kein bewusstes Gewahrsein von dem haben, was keinen Teil mehr von einem bildet.

Und auch wenn ein gewisser Wechsel einen gewissen Neubeginn bedeutet, und dadurch zunächst manches leichter gehen mag, doch weniger sorgen bräuchte man sich um das, was einen Lastgang bedeutet oder wenn vielerlei anstrengend scheint, denn dann hat man einiges mitnehmen können, meist weil es sich als brauchbar erwies um es weiter bei sich zu führen und ausarbeiten zu können.

Und es zählt mehr, etwas mitnehmen zu können, weil es dazu taugt, von dem was entwickelt wurde, als dass es nichts taugt als nur zur Auflösung.


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