Ereignishorizonte - KiW 18:9:4 (alle)

Devino M., Samstag, 06. Januar 2018, 00:15 (vor 45 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 18:9:4

Der Kreis der Angst liegt genau unterhalb der Ebene, die der Körper sieht, und scheint das ganze Fundament zu sein, auf das die Welt sich gründet. Hier sind alle Illusionen, alle verdrehten Gedanken, alle wahnsinnigen Angriffe, die Wut, die Rache und der Verrat, die gemacht sind, um die Schuld an ihrem Platz zu halten, sodass die Welt aus ihr entstehen und sie verborgen halten konnte. Ihr Schatten steigt zur Oberfläche auf, gerade weit genug, um ihre äußerlichsten Manifestationen in der Dunkelheit zu halten, ihm Verzweiflung und Einsamkeit zu bringen und ihn freudlos zu halten. Doch ihre Intensität wird verschleiert durch ihre schweren Hüllen und fern gehalten von dem, was gemacht ward, um sie versteckt zu halten. Der Körper kann dies nicht sehen, denn der Körper entstand daraus, um sie zu schützen - ein Schutz, der davon abhängt, dass sie weiter unsichtbar gehalten wird. Des Körpers Augen werden sie nie erblicken. Doch werden sie das sehen, was sie diktiert.
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Alles hat seine Realität dort, wo es erwachen und zu irgend einer Wirksamkeit gelangen kann.

Nichts geht verloren, von dem was Substanz oder ein Substrat hat, außer es gelangt allgemeinhin zur Unwirksamkeit, oder es gelangt durch Umwandlung in einen anderen Daseinskreislauf.

Entstehen und Vergehen ereignen sich im Horizont zwischen dem, was Unterschwellig liegt, und dem, was die Schwelle selbst nicht passieren kann.

Alles ereignet sich, weil es sich ereignen muss. Wenngleich der Ereignishorizont sich auf eine Vielzahl von Welten, welche mehr oder weniger dafür geeignet sind, erstrecken kann.


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