Der Friedensfürst - KiW 15:11:7 (alle)

Devino M., Montag, 23. Oktober 2017, 01:28 (vor 125 Tagen)

Ein Kurs in Wundern - T 15:11:7

Im heiligen Augenblick ist die Bedingung für die Liebe erfüllt, denn Geist verbindet sich mit Geist ohne die Störung durch den Körper, und wo Kommunikation ist, da ist Frieden. Der Friedensfürst wurde geboren, um die Bedingung für die Liebe wiederherzustellen, indem er lehrte, dass die Kommunikation ununterbrochen bleibt, selbst wenn der Körper zerstört wird, vorausgesetzt, du siehst den Körper nicht als notwendiges Mittel für die Kommunikation an. Und wenn du diese Lektion verstehst, wird dir Folgendes klar: Den Körper opfern heißt nichts opfern, und die Kommunikation, die immer vom Geist ist, kann nicht geopfert werden. Wo ist das Opfer dann? Die Lektion, die zu lehren ich geboren wurde und die ich nach wie vor all meine Brüder lehren möchte, ist, dass Opfern nirgends und Liebe überall ist. Denn die Kommunikation umfasst alles, und im Frieden, den sie wiederherstellt, kommt die Liebe von selbst.
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Kommunikation recht aufgefasst, heißt wohl soviel wie eine Art möglichst präzisen Austausches. Ohne nennenswerte Äquivokation, dessen Bespiel das Spiel der stillen Post wäre, wo ein Bruchteil der zu übermittelnden Informationen immer mehr auf der Strecke bleibt, je länger die überbrückende Strecke wird.

Denn ein jeder Körper, selbst wenn zu seinen vorwiegenden Zwecken die Kommunikation zählt, ist im Vergleich zu reinem Geist, für eine gewisse Äquivokation anfällig. Da zwischen zwei verschiedenen Körpern auch eine gewisse zu überbrückende Distanz vorhanden ist, weil es sich um zwei Körper handelt. Im Geiste ist der Austausch in reiner und vollständiger Weise gegeben und Äquivokation entfällt dadurch. Daher gibt es auch keine Unklarheiten, und der Frieden und die Liebe können Einzug halten.

Natürlich kann man sich nicht ausschließlich in einem bestimmten Körper identifiziert und zentriert, und annehmen dieser sei allein ausschlaggebend für Kommunikation, nur weil man selbst daran gehaftet ist. Oder in dem man tatsächlich im Geiste kommuniziert, doch annehmen, die Kommunikation müsse nun in einem bestimmten Körper in bestimmter Weise vernommen werden.

Frieden ist dann dort, wo es nichts mehr zu sagen gäbe. Undzwar in der Weise, weil es nichts zu sagen gibt, weil es nichts gibt's was noch gesagt werden wollte oder sich in einem ungeklärten Zustande befindet.

Somit ist der Friedensfürst derjenige, der dem Geiste gleich alles kommuniziert, bis alles irgendwo zugehörige ausgetauscht ist, und so gibt es keinen Konflikt der dem Frieden oder der Liebe hinderlich wäre.

Kommunikation wie die dem Geiste nach wäre, erfordert natürlich ein Höchstmaß an Ehrlichkeit. Vor allem mit sich selbst zuerst. Denn erst müsste man ja dazu übergehen mit sich in vollständiger Kommunikation zu stehen, und allem was da ist. Wie wollte man sonst in vollständiger Kommunikation mit allem sein, wenn diese nicht zuerst in einem selbst vollumfänglich vorhanden ist?

Abrechnung mit fanatischem Idealismus - KiW 16:1:1

Devino M., Mittwoch, 25. Oktober 2017, 01:46 (vor 123 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 16:1:1

Sich einfühlen bedeutet nicht, sich im Leiden zu verbinden - denn genau das musst du ablehnen zu verstehen. So deutet nämlich das Ego die Einfühlung, und diese Deutung wird immer dazu benutzt, eine besondere Beziehung herzustellen, in der das Leiden geteilt wird. Das Einfühlungsvermögen ist für den Heiligen Geist sehr nützlich, vorausgesetzt, du lässt es Ihn auf Seine Weise nutzen. Seine Weise ist ganz anders. Er versteht Leiden nicht und möchte, dass auch du lehrst, dass es unverständlich ist. Wenn Er durch dich in Beziehung tritt, tritt Er nicht durch dein Ego mit einem anderen Ego in Beziehung. Er nimmt am Schmerz nicht teil, weil Er versteht, dass die Heilung des Schmerzes nicht durch wahnhafte Versuche erreicht wird, in ihn hineinzugehen und ihn dadurch zu lindern, dass der Wahn geteilt wird.
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Das Ego leidet auch besonders gern, denn es kann sich der Aufmerksamkeit so gewiss sein und sich besonders wichtig vorkommen dadurch. Und sich im Leiden suhlen, und versuchen andere zu nötigen selbiges zu erleiden, um zu zeigen, was man damit auf sich nimmt, obwohl es keinerlei Erfordernisse dazu gibt, ist ebenso bloß ein Werk des negativen Egos.

Wahnsinn und Hauptsache schön intensiv, dann muss es ja etwas besonderes bedeuten, lässt sich von Dummheiten aller Art kaum trennen. Denn wenn man zu blöde ist, etwas auf normale Weise zum Gewahrsein zu bringen, dann ist Intension kein Merkmal besonderer Eigenschaften.

Natürlich wird man einem Ego nie sagen können, dass es ein Ego ist, denn es wird sich immer für sonst was halten, und eine andere Erklärung die dem widerspräche, wird es nie an sich heranlassen, um nicht weniger dem Wahn zu verfallen als es ist, um sich mit der bloßen Realität nicht weiter abfinden zu brauchen.

Gott allein weiß es letztlich, was etwas ist und was etwas nicht ist. Der Läuterung wegen tritt man vor den Herrn, und wer bestehen kann, bleibt, was nicht, war nie.

Wahrhaftigkeit fühlt sich nicht besonders doll an, noch weniger kommt es sich selber besonders toll vor. Ebendarum weil es alle zugehörigen Seiten umfasst und sich so in jeder Hinsicht die Waagschalen hält.

So wiegt Wahrheit schwer und zugleich nichts. Nichts, weil es keinerlei Wichtigkeit auf sich selbst verliert, und schwer, weil es doch alles umfasst und nichts außer Acht lässt. Und dies in natürlicher Weise, weil es nichts mehr kostet, was bereits abgerungen und bezahlt ist. Wahrheit die wahrhaftig ist, ist bereits immer bezahlt.

Die entscheidende Rolle - KiW L319

Devino M., Samstag, 28. Oktober 2017, 02:46 (vor 120 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - Lektion 319

Ich bin für die Erlösung der Welt gekommen.

1. Hier ist ein Gedanke, von dem alle Arroganz entfernt worden ist und in dem nur die Wahrheit bleibt. Denn Arroganz widersetzt sich der Wahrheit. Doch wenn es keine Arroganz gibt, wird die Wahrheit unverzüglich kommen und den Raum ausfüllen, den das Ego durch Lügen unbesetzt gelassen hat. Nur das Ego kann begrenzt sein, und daher muss es nach Zielen suchen, die beschränkt und eingrenzend sind. Das Ego denkt, die Totalität müsse das, was einer gewinnt, verlieren. Und dennoch ist es Gottes Wille, dass ich lerne, dass das, was einer gewinnt, allen gegeben wird.

2. Vater, dein Wille ist total. Und das Ziel, das ihm entstammt, teilt seine Totalität. Welches andere Ziel als die Erlösung der Welt könntest du mir gegeben haben? Und was außer diesem könnte der Wille sein, den mein Selbst mit dir geteilt hat?
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Alles, was einer gibt, im größeren Ganzen begriffen, wird allen gegeben und gewinnen alle, als größeres Ganzes verstanden.

Es wäre daher lediglich Arroganz, als Anteilseigner im und vom großen Ganzen, etwas daraus zu entnehmen, ohne etwas zur Erlösung einzuzahlen und beizutragen. Wenn man doch schon etwas vom großen Ganzen anfasst oder besitzt.

Wie das strahlen entfernter Sonnen, dessen Strahlen uns nach unzähligen Jahren erst antrifft und erreicht, während die Zeit selbst, wessen es entstammt und dessen Hauptzeit und Hochzeit bereits in dem Moment vergangen ist, so ist alles was das (negative) Ego antrifft und berührt, bereits etwas Vergangenes.

Das Ego denkt also, in dem es sich begrenzt, übt es die notwendige Bescheidenheit damit aus. Doch in Wahrheit möchte es die Wahrheit begrenzen in dem es sich daraus auszuschließen versucht. Statt eben den entscheidenden Beitrag beizusteuern, nachdem doch bereits Anteil am großen Gesamten besteht und angenommen wurde.

Darin liegt die wahre Arroganz also. Im Nehmen ohne zu geben! Nicht darin, dass man sich anmaßte eine entscheidende Rolle in der Erlösung zu spielen und anzunehmen oder anzutreten.

Denn wie man Anteilseigner vom Raum ist, der allen zuteil wurde, spielt und hat man bereits eine Entscheidungsrolle angenommen, in allem was da ist. Ja sogar ohne dieser wieder ausweichen zu können, außer man ist nicht, und wird nicht (mehr), und ward also auch nie. Weder mehr, noch weniger ist man dann für die Erlösung von allem was da ist, entscheidend (dadurch).

Gerechtere Verhältnisse - BG 11:55

Devino M., Donnerstag, 26. Oktober 2017, 01:14 (vor 122 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 11:55

Yogananda:
Wer für Mich allein tätig ist, wer Mich zu seinem Ziel macht, wer sich Mir voller Liebe anheimgibt, wer an nichts (an Meinen täuschenden kosmischen Traumwelten) hängt, wer niemandem Böses wünscht (wer Mich in allen sieht) - der wird eins mit Mir, o Arjuna!

Prabhupada:
Mein lieber Arjuna, wer sich in Meinem reinen hingebungsvollen Dienst beschäftigt, frei von den Verunreinigungen durch fruchtbringende Tätigkeiten und gedankliche Spekulation, wer für Mich arbeitet, wer Mich zum höchsten Ziel seines Lebens macht und wer jedem Lebewesen ein Freund ist, gelangt mit Sicherheit zu Mir.

Reclam:
Wer mich ehrt, meinen Willen tut,
Wer ohne Hass und Neigung ist,
Der geht beseligt zu mir ein,
O Ardschuna, nach kurzer Frist.

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Soweit man sich im Werke des Herrn oder des größeren Gesamten beschäftigt, wird man gar nicht groß Gelegenheit finden, irgendwo irgendwem Schlechtes zu wünschen. Man ist lediglich froh darüber, wenn man selbst hinreichend vom Schlechten sich entfernt hat, um diesem nicht mehr länger verfallen zu können oder diesem zu opfern.

Bis zu einem gewissen Entwicklungsgrad kommt man ohnehin nur an die einen umgebenden Dinge heran. Nur gehören diese im weitreichenden Sinne der Allgemeinheit an. Und der Spielraum in dem man sich bewegt ist, wie man dieses einsetzt und gebraucht. Für die Allgemeinheit, oder wider diese, in dem man sich selbst Vorteile zu verschaffen bestrebt ist.

Wenn allgemein erkannt wird, welch hohen Preis dann alle zahlen, damit eine Minderheit von größten Egozentrikern es auf Kosten der Mehrheit sich bereichert, dann wäre die Welt morgen schon eines anderen Geistes.

Es ist erforderlich, dass eine breitere Mehrheit sich erhebt und ihr Recht einfordert. Denn wie kann das, was auf der Erde allen zuteil ist und gemeinsam ist, einem mehr gehören als einem anderen? Auf welcher Grundlage?

So bleibt zunächst nur am Bewusstsein zu arbeiten, bis die bestimmte kritische Masse erreicht wird, um eine Wende einzuleiten. Bis die Bereitschaft da ist, eine Welt mit gerechteren Verhältnissen zu kreieren.

Natürlich fängt es bei jedem Einzelnen an, denn die Masse sind die vielen Einzelnen. Auch ist es gar nicht so sehr, dass der Einzelne nichts ausrichten könnte. Es ist vielmehr der Glaube, dass jeder Einzelne nichts auszurichten vermag. Dies ist jedoch eine Willensübereinkunft, die ebenso darauf ausgerichtet sein kann, dass jeder Einzelne als Teil des Gesamten, alles auszurichten vermag. Wenn die Mehrheit zu einer ähnlichen Willensübereinkunft bereit wäre und käme.

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