Identitätsbedeutungen - KiW 12:2:5 (alle)

Devino M., Samstag, 29. Juli 2017, 01:43 (vor 446 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 12:2:5

Wir wollen keine Alpträume bewahren, denn sie sind keine angemessenen Gaben für Christus, und somit sind sie keine angemessenen Gaben für dich. Nimm die Decken weg und betrachte das, wovor du Angst hast. Nur die Erwartung wird dich in Angst versetzen, denn die Wirklichkeit des Nichts kann nicht beängstigend sein. Lass uns das nicht aufschieben, denn dein Traum des Hasses wird nicht ohne Hilfe von dir weichen, und die Hilfe ist hier. Lerne, ruhig zu sein mitten im Aufruhr, denn die Ruhe ist das Ende der Zwietracht, und das hier ist die Reise in den Frieden. Schau jedes Bild, das auftaucht, um dich aufzuhalten, direkt an, denn das Ziel ist unvermeidlich, weil es ewig ist. Das Ziel der Liebe ist nichts als dein Recht, und es gehört trotz deiner Träume dir.
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Wir können uns nicht vor uns selbst verstecken. So viel kann mit großer Sicherheit gesagt werden. Also bleibt es unvermeidlich, dass wir uns selbst begegnen.

Unter förderlichen Bedingungen mag vieles zwar leichter von der Hand gehen, heißt aber nicht unbedingt, dass es dadurch leichter ist sich selbst anzutreffen und kennen zu lernen. Denn alles was an förderlichen Bedingungen existieren mag, muss ja von irgendwoher erst sein. Wenn es also nicht von einem ist, ist es auch nicht unbedingt besser darum bestellt, sich darin und dadurch selber darin zu erkennen.

All die Schichten, die sich einfinden oder zusammenpappen, von dem, was man nicht pflegt z.B., machen es zunächst nicht leichter. Von allem was zu viel von einer Art ist, führt zur Unausgewogenheit und man verliert damit schonmal die Mitte. Das Gleichtgewicht und Ausgeglichenheit zu erhalten mag dann, beeinträchtigt durch das, was man ja auch nicht unbedingt selbst ist, zur gewissen Frustration oder Verärgerung schonmal beitragen.

Auch da fragt man sich, wie weit soll das, was ja nicht von einem verursacht oder hervorgebracht wurde, schon hilfreich sein? Es ist ja nicht wirklich jene Unausgewogenheit dann das, was einen auszeichnet. Und lässt man sich davon bedingt dazu hinreißen irgendwie tätig zu werden, so mags scheinen, führt es einen ja nur weiter von einem selbst weg, wenn die Quelle nicht in einem also liegt.

Jedoch, wenn man gefordert wird, und sei es durch das Nicht-Selbst, selbst wenn man irgendwo mal die Fassung verliert, ist es doch gerade dieses, was dafür sorgt, dass immer mehr eigener Aspekte eingefordert, angefordert werden. So kommt es dann auch dazu, dass man die Eigenschaften an den Tag legt, von denen man nicht annimmt, dass sie in einem schlummern. Und in der Weise lernt man sich erst richtig umfassend kennen.

So wie man sich zu einer gewissen Nationalität z.B. zugehörig sieht, ist damit auch viel Bedeutung verbunden, wie man die Dinge sieht oder Gegenstände in Vergleich zueinander anordnet. So dass von der Identät her, die Begriffsbedeutung oder eine gewisse Färbung entsteht. Also auch unter umfassender Forderung seiner Eigenschaften und Aspekte, tritt eine entsprechende Identität hervor und so auch das, was allem eine gewisse Bedeutung verleiht. In dieser Weise lernt man sich wohl erst tatsächlich kennen.


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