Zitate Dezember 2017 - Die Reiche der Zukunft (alle)

Devino M., Freitag, 01. Dezember 2017, 14:32 (vor 321 Tagen)

"Die Reiche der Zukunft sind Reiche des Geistes."

- Winston Churchill -
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Vom gobmateriellen Stand aus, mag das Geistige vielleicht teils unreal erscheinen, doch das hängt nur davon ab, wo man sich befindet. Vom Geistigen her ist das Materielle eher nur funktional und verliert an Bedeutung.

Denn dort, wo man nicht ist, das hat für einen auch nur wenig Bedeutung, bis hin, dass sich selbst die Existenz dessen anzweifeln ließe, weil diese scheinbar keinerlei Wirkungsweise für einen besitzt.

Die Zukunft wird irgendwann sich weit in geistige Bereiche zunächst ausdehnen und sich dann in diese begeben. Und da es Teil eigener Natur wird, wird es so real wie nur irgend etwas sein kann.

Buddha: Handlung / Tätigkeit

Devino M., Samstag, 02. Dezember 2017, 11:50 (vor 320 Tagen) @ Devino M.

"Gehe ganz in deinen Handlungen auf und denke, es wäre deine letzte Tat."

- Buddha -
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Es gibt einen Unterschied zwischen Handlung, also dem, wo man in einem Größeren mit anderen zusammen eingebunden ist, und der Tätigkeit, wo man etwas vor sich selbst macht.

Wenn es heißt, "Gott allein handelt", bedeutet es nicht, dass man seine Beine hochlegen kann und nichts mehr macht, sondern dass man keine Strategien verfolgt, wie man mit wem umgeht oder wie man andere zu irgend etwas veranlasst, was sie selbst nicht wollten u.dgl.m..

Tätigkeit heißt vor seinem Selbst das zu tun, was als Pflicht anerkannt wird und vom Selbst in der Weise erkannt wird. Denn es gibt nur bestimmte Dinge, die über dem stehen, was man alleinigst für sich hätte, und nur solche sind es meistens, die vom Selbst erkannt werden. Es ist also etwas Verschiedenes, dass eine steht mehr zumindest mit anderen in Bezug, dass andere hat mehr mit einem selbst zu tuen.

Und die beste Tat ist meist auch die, wo man nicht nachdenkt, was man selber davon hätte (Ego) und wie man die Zeit hätte sonst ggf. für etwas selbstsüchtigeres nutzen können, sondern wo man es gar nicht ständig mit sich ins Verhältnis setzt, sondern einfach völlig darin aufgeht, bis man vor sich Selbst damit zufrieden ist, was man verrichtet hat.

F.Ammon: Mit Hand und Fuß

Devino M., Mittwoch, 06. Dezember 2017, 08:04 (vor 316 Tagen) @ Devino M.

"Wer den Finger nicht krumm macht, der sollte nicht die Hand aufhalten."

- Fred Ammon -
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Selbst gemäß der Bhagavad Gita gibt es nicht nur die Wahrnehmenden Sinnesorgane, sondern auch die sogenannten Tätigen Sinnesorgane, worunter auch die Hände zählen. Und wer die Hände nicht recht zu gebrauchen versteht, dem kann auch kaum etwas in die Hand gegeben werden, ohne Gefahr zu laufen, dass es hinabfällt und zu Bruch geht.

Es steht hinter den meisten Dingen ja sowohl eine niedere als auch eine höhere Entsprechung. Durchaus steht es einem frei, welche man wählt und gebraucht, doch ist bekanntlich das Werk eigener Hände eben dieser Gebrauch, den man durch diese zulässt oder ausführt.

Denn das was zur niederen Natur zählt, ist der Gebrauch der niederen Natur, das jedoch was zu höheren Natur zählt, als einem in dem Moment einsichtig sein mag, ist der Gebrauch der höheren Natur. Und was einem bleibt, ist der Gebrauch eigener Hände, was dadurch zur eigenen Natur und Handhabe gereicht.

F.Ammon: Gehen des Gehens wegen

Devino M., Freitag, 15. Dezember 2017, 01:11 (vor 308 Tagen) @ Devino M.

"Es ist nicht leicht umzukehren, wenn man zu weit gegangen ist."

- Fred Ammon -
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Wenn man bedenkt, wie viel Weg man zurück gelegt hatte und diesen wieder zurück gehen darf, dann mag man schon sich Fragen, ob man es irgendwie umgehen kann.

Doch Weg ist Weg, und wenn man gewohnt ist zu gehen, dann spielt es doch fast keine Rolle, wo man lang geht, ob zurück oder vor, denn letztlich geht man in der einen wie anderen Weise gerade aus.

Und wenn man sich mit dem Gehen abgefunden und angefreundet hat, dann ist jedes Ziel bloß ein Ziel.

Heraklit: Schicksalswege

Devino M., Samstag, 09. Dezember 2017, 10:52 (vor 313 Tagen) @ Devino M.

"Es ist nämlich in allem die Einmischung des Schicksals."

- Heraklit -
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Nie kann man sich einer Sache absolut gewiss sein, denn immer und jederzeit kann das Schicksal noch etwas daran ändern. Das kann sowohl zum bessern wie schlechteren sich wenden, denn die Wege des Schicksals sind nicht ermesslich.

So wie die Götter auch ihre Ebenen haben, so ist das Schicksal dem nicht unfern. Und das ist auch gut so, denn wenn alles absehbar und berechenbar wäre, dann wohl auch alle Taten und Handlungen und überhaupt alles. Wie sollte es damit schöner einhergehen können, als wenn und wie es vorher doch schon feststünde?

Daher sollte man manches gar nicht zu fest verplanen wollen, und durchaus zulassen und erlauben, dass auch etwas vom Geistigen her seinen Platz darin einnehmen kann. Und das ist es, was es dann schöner macht, als oft erwartet.

Swami Vivekananda: Gott und die Welt

Devino M., Dienstag, 12. Dezember 2017, 01:23 (vor 311 Tagen) @ Devino M.

"Wer nicht an sich selbst glaubt, kann auch niemals an Gott glauben."

- Swami Vivekananda -
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Glaubte man Gott näher im Außen zu sein, als in sich selbst?

So mag es sich oft darstellen für manche, dass man meinte, Gott sei der große Wunsch-Erfüller, und dass man vielleicht noch soweit im Glauben damit übereinkommt, dass es eine große Wesenheit gibt, die sich um alles kümmert.

Doch wie weit ist man bereit dieses für eine reale Tatsache zu halten und in vollster Überzeugung anzunehmen? Und dann die Frage, meinte man Gott sei näher zu einem irgendwo als etwas außer einem, oder doch vielleicht als das Innerste in einem selbst!?

Swami Vivekananda: Reinheitsgebot des Willens

Devino M., Montag, 25. Dezember 2017, 10:39 (vor 297 Tagen) @ Devino M.

"Unabhängigkeit im Denken ist das erste Kennzeichen der Freiheit. Ohne sie bleibst du ein Sklave der Umstände."

- Swami Vivekananda -
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Worin zeigt sich das überhaupt, ab wann und wo einer selbstständig denkt und eigene Gedankengänge entwickelt?

Bei der Mehrheit ist es doch so, es ist eine Gedankenform da, die sie gut finden, es kann ruhig eine sehr gute Gedankenform aus irgendwelchen Weisheitslehren auch sein, diese wird dann angenommen und es wird ggf. noch darauf geachtet, dass es sich gut anfühlt.

Dann gibt es Manche, die mögen sich intellektuell damit auseinandersetzen und einige Erklärungen für sich finden, die sie zufrieden stellen. Damit wird oft schon die Ansicht vertreten, es sei also nun der eigene Gedanke. Wobei es schon einen gewissen Fortschritt darstellt, wenn man sich reflektierend damit zunächst befasst hat.

Der Unterschied tut sich aber erst im Willensaspekt kund. Denn in beiden Fällen mag der Unterschied dann überhaupt nicht erwähnenswert sein, weil man immer noch am Willen dessen hängt, von dem der Gedanke stammt (Kurs in Wundern = Gedanken verlassen ihre Quelle nicht). Wenn nicht in direkter Weise (vielleicht weil Derjenige bereits weitergegangen ist), dann auf eine Art Kollektiv-Willen bezogen.

Erst wenn man es soweit reflektiert hat, dass man es in den eigenen Willen übersetzt, dann ist es der reine eigene Wille. So kann man im Ansatz eine Vorstellung davon gewinnen, wie rein der Wille überhaupt bei der Mehrheit sein können kann. Vielleicht ist das in 1000 Jahren allen alles bereits selbstverständlich, aktuell ist alles weitestgehend fremdbestimmt, und allein schon gar nicht in der Lage den eigenen Willen weise gebrauchen zu können, weil dieser Aspekt gar nicht hinreichend entwickelt sein dürfte. Als einem Reinheitsgebot des Willens folgt eine gewisse Wirksamkeit des Willensgebrauchs!

Nebst dem, es willentlich zu erfassen, kann man mental auch, sofern man sich nicht zu sehr von Gedankenformen beherrschen lässt, auch schon gewisse Zusammenhänge feststellen. Die noch genauere Variante wäre wohl Einblick in die Substanz und den atomaren Aufbau zu erhalten, und anhand der Menge gewisser Atome, festzustellen woran und worin wer ist. Wer bis zum bewussteren Umgang mit dem Willensaspekt gelangt ist, hat allerdings bereits viel erreicht!

Sokrates: Das große und kleine Ein-mal-Eins

Devino M., Mittwoch, 20. Dezember 2017, 02:16 (vor 303 Tagen) @ Devino M.

„Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an.“

- Sokrates -
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Alle großen Dinge entstehen und bestehen für gewöhnlich aus einer Summe von und aus kleinen Dingen.

Wer sich für die kleinen Dinge zu fein ist, für den sind die großen Dinge meist zu groß.

Wer die entsprechende Summe vom Kleinen zu meistern weiß, dem wird das Große in Gänze auch gelingen.

T.A.Edison: Der Tag und das Gemachte

Devino M., Donnerstag, 21. Dezember 2017, 10:07 (vor 301 Tagen) @ Devino M.

"Das Einzige, was mich je entmutigt, ist der Gedanke an die vielen Dinge, die ich gerne tun möchte und die wenige Zeit, die ich dafür habe."

- Thomas A. Edison -
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Auch könnte man viel mehr Zeit haben, und doch damit mehr nicht erreichen. Sicherlich hängt vieles weit mehr davon ab, wie mans nutzt. Denn letztlich ließe sich ebenso das Bewusstsein und die Ausrichtung dahin bringen, dass man selbst schneller wird. Einiges könnte durchaus noch entschleunigt werden, dann ließe sich wohl auch Zeit für anderes mehr finden.

Manchmal könnte der Tag doch länger sein, als es in den 24 Stunden gegeben ist. Damit man noch vieles andere erledigen kann, von den Dingen, die man ansonsten an einem Tag gar nicht erst schaffen können kann. Wenn dann auch die Konstitution auch gegeben wäre, dieses alles umzusetzen vor allem.

Andere Welten, andere Sitten und Möglichkeiten wohl an der Stelle. Wenn es mal 3 Tage nur Tag wäre und ebenso lange die Nacht, dann wäre wohl alles etwas anders aufgestellt, allein schon hinsichtlich der klimatischen Bedingungen. Und doch letztlich ist alles so, wie das was man daraus macht, multipliziert mit aller Anderen und dem ihrerseits Gemachten.

L.N.Tolstoi: Selbstinitionsgrad

Devino M., Samstag, 23. Dezember 2017, 01:44 (vor 300 Tagen) @ Devino M.

“Darin, inwieweit die Menschen im Leben ihren eigenen Gedanken oder denen anderer folgen, besteht eins der Hauptmerkmale, durch das sie sich voneinander unterscheiden.“

- Leo N. Tolstoi -
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Nur weil man sich von einer Gedankenform vereinnahmen lässt, muss es dadurch noch lange nicht die eigne sein...

Gerade sind es doch verschiedene Gruppierungen, ja selbst gewisse Gesellschaftsschichten, deren Merkmale es sind, sich gewissen Gedankenformen unterzuordnen.. und nahezu immer sind die Anhänger davon überzeugt individuellen und eigenen Überzeugungen dadurch zu folgen. Obwohl keiner mehr oder weniger selber zu einer Gedankenrichtung etwas beigetragen hätte.

Ja, nicht wenig macht es also aus, selbst auf etwas gekommen zu sein. Ja selbst wenn andere zu ähnlichen Überzeugungen gekommen sind, doch der Kern des Gedankenguts kann dadurch mehr oder weniger in einem selber liegen. Bloß die Annahme ist noch kein Kennzeichen dessen, woran man womit gewickelt ist. Der Selbstinitionsgrad bestimmt darüber, ob es aus einem heraus- und hervorgeht, oder ob es vom äußeren her einen nur vereinnahmt, was immer man sich damit im Zusammenhang auch dann auszumalen vermeint.

Aristoteles: Überzeugungen

Devino M., Mittwoch, 27. Dezember 2017, 01:48 (vor 296 Tagen) @ Devino M.

"Eine Überzeugung, die alle Menschen teilen, besitzt Realität."

- Aristoteles -
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Allein schon dadurch, dass etwas zu einem realen Bestandteil des eigenen Bewusstseins und zu einem Teil dessen womit man innerlich befasst ist, wird, wird dieses in dem Maß wie es andere auch zu einem Teil der eigenen inneren Erfahrungswelt in ähnlicher Weise machen, dadurch zu einer Realität.

Natürlich ist es wesentlich, wie weit etwas eine breitere Übereinkunft hat. Doch noch wesentlicher ist dann, wie man damit umgeht, wenn man darin ist. Es geht also nicht darum vordergründig nur an irgend etwas ranzukommen, was von irgend einer allgemeinen und breiteren Bedeutung ist. Es geht mehr darum, angemessen damit umzugehen.

Letztlich also geht es darum, sich würdig dafür zu machen. Alles soweit zu entwickeln bei sich, dass man in einem Übereinkommen und Einverständnis anderer darin sich bewegt. Also letztlich, soweit man mehr damit nützt, als dass es irgendwem oder vor allem der Allgemeinheit zu irgend einem Nachteil dadurch gereicht und wird.

Zhuangzi: Besinnung

Devino M., Donnerstag, 28. Dezember 2017, 11:36 (vor 294 Tagen) @ Devino M.

“Was die Alten als die Erreichung des Ziels bezeichneten, waren nicht Staatskarossen und Kronen, sondern sie bezeichneten damit einfach die Freude, der nichts hinzugefügt werden kann.“

- Zhuangzi -
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Genau genommen sind die meisten die überwiegende Zeit, mit dem Erleben ihrer psychischen Erfahrungs- und Erlebniswelten befasst - kann es darin sehr viel mehr Erhebendes geben, als Freude und Glückseligkeit?

Bis zu einem gewissen Grad, d.h. abhängig von Polarisierung und Ausrichtung, kann zwar jeweils beim einen oder anderen etwas anderes zu einer erhabenen Stimmung führen, doch psychisch gesehen, läufts vom inneren Erleben her, auf einen und denselben Nenner hinaus.

Das was menschenmöglich ist, ist der innere Erlebnismoment, nicht etwas, das außerhalb liegt ists, dessen irgendwer daher bedürfte. In dem Sinne sind wohl alle irgendwo gleich, also können auch die grundlegenden Bedürfnisse, rahmenbedingt, so verschieden gar nicht sein, als dass sie nicht vereinbar wären.

M.Aurel: Die Seele am rechten Platz

Devino M., Sonntag, 31. Dezember 2017, 23:33 (vor 291 Tagen) @ Devino M.

"Schändlich ist es, wenn deine Seele müde ist, bevor dein Leib müde ist."

- Mark Aurel -
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Die Seele kann für gewöhnlich weder unmotiviert sein noch müde. Die Seele kann überladen oder überfordert sein - was heutzutage vielleicht sogar eher der normal-Zustand sein dürfte.

Ist die Seele nicht am rechten Platz, dann kann es passieren, dass das, was anstelle dessen tritt, müde ist, obwohl der Leib eher noch könnte.

Wenn man so dem Leibe schon nachstehen sollte, dann wird man ja vom Gattungswesen oder noch allerlei anderem bestimmt, und kann keine tiefere Erkenntnis der Dinge gewinnen. Also mühe man sich darum, dass die Seele am rechten Platz ist und man den rechten Pfaden folgt.

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